Offene Bewerbung
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Dienstag, 17. Oktober 2017 um 11:31

BETREFF: MITARBEITER M/W FÜR DIE UNDERCOVER-RECHERCHEARBEIT

2017 09 Bewerbung TierschuztbüroSehr geehrter Herr Peifer, sehr geehrte Frau Burghardt,

unser Herz schlägt für Tiere. Wir haben unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht und sorgen uns nicht nur um, sondern auch für Tiere - tagein und tagaus, in der Woche und am Wochenende. Darum bewerben wir uns heute, um Ihre bundesweite Aufklärungsarbeit als „Mitarbeiter m/w für die Undercover-Recherche“ zu unterstützen. Wir sind nicht nur eine oder einer, sondern viele. Gemeinsam wird es leichter, Verstöße im Tierschutz wirkungsvoll aufzudecken. Denn wir kennen die gesetzlichen Regelungen und die Herausforderungen in der Tierhaltung wie nur wenige andere.

Was es uns „an Offenheit und Bewusstsein für die Arbeit in gesetzlichen Grauzonen“ mangelt, machen wir mit Kenntnis wett. Uns lässt der Landwirt auch am Tag in den Stall, denn wir kümmern uns vorher um Tierseuchenfreiheitsbescheinigungen und tragen Schutzkleidung, so dass die Tiere nicht mit Krankheitserregern in Berührung kommen. Das hat auch den Vorteil, dass die besuchten Tiere weniger erschreckt und Familien von Einbrüchen nicht traumatisiert werden. Und Sachbeschädigungen, so sie durch Ungeschick passieren, würden durch die Haftpflichtversicherung gedeckt. Zudem wird unser bundesweiter Einsatz für das Deutsche Tierschutzbüro auch umweltfreundlicher, weil es uns in der ganzen Republik gibt. Das sorgt für kurze Wege und weniger Schadstoffausstoß.

Wie es in der Stellenausschreibung auf Ihrer Webseite heißt, würden zu unseren Aufgaben neben der eigenständigen Recherche auch „die Dokumentation und Auswertungen von Missständen und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz“ gehören. Das wird sicher nur im Ausnahmefall nötig sein, denn Landwirte lieben gesunde Tiere. Aber natürlich können wir Dokumentieren, denn leider fressen die betrieblichen Aufzeichnungspflichten schon jetzt einen großen Teil unserer Arbeitszeit auf, so dass uns auf diesem Gebiet nur wenige etwas vormachen.

Und da wir gern und schnell zupacken, würden wir gar nicht lang drauf halten, sondern die Kamera aufs Stativ packen und dann mit dem Landwirt gemeinsam Abhilfe schaffen, ihm beratend zur Seite stehen oder auf unser Netzwerk zurückgreifen und uns dort Unterstützung holen. Und wir würden gern zeigen, was sich besser machen lässt. Das ist Teil unserer Hands-on-Mentalität, die dem Land gut tut.

Wir hoffen, Sie ziehen unsere Bewerbung auch in Betracht, wenn wir uns nicht für „die vegane Lebensweise einsetzen“. Aus unserer Sicht ist das eine private Entscheidung. Und bitte, nehmen Sie es uns nicht übel, wenn wir nicht alle zum gemeinsamen Mittagessen „ins moderne Büro im Herzen von Berlin“ kommen. Aber wir sind einfach zu viele, denen das Wohlergehen der Nutztiere im eigenen Stall am Herzen liegt, und die gern mit Ihnen über den Tellerrand blicken.

Wir würden uns freuen, Sie und Ihr Team kennenzulernen.

Stellvertretend für die Junglandwirtinnen und Junglandwirte im Bund der Deutschen Landjugend (BDL) e.V.

Nina Sehnke

Quelle: Bund der Deutschen Landjugend e.V., 28.09.2017

 
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